-Kontaktsperre sinnvoll – Meist leider nicht und 10 Fakten [+5 Punkte wann sie sinnvoll ist und wann nicht]

Eine Kontaktsperre ist oftmals der einzige Weg, um eine Beziehung zu retten. Auf der anderen Seite kann man sich durch eine Kontaktsperre auch von Trennungsschmerzen befreien.

Doch das wichtigste… das Ganze ist immer von der Situation abhängig…

Hier zeige ich dir…

1. … Aufklärungs und 10 Fakten über den Sinn einer Kontaktsperre
2. … wann Du lieber auf eine solche verzichten solltest
3. … ob eine Kontaktsperre auch bei Bindungsangst eine Möglichkeit ist.

Wer schreibt hier?

Autor: Paartherapeut und Coach Frederic Dittmar. Auch bekannt aus Youtube!

Vorab – ich habe ein Aufklärungsvideo zum Thema gemacht – schau es dir an!

Frage 1: Was belastet dich emotional derzeit am stärksten

Mit Paatherapeut Frederic Dittmar. Bekannt aus Youtube

Kontaktsperre sinnvoll? Achtung Falle!

Vorab: Jede Trennung ist anders

Kontaktsperren sind ein unglaubliches komplexes Thema.

Das Wichtigste: Situationen sind immer individuell!

Es gibt Situationen, in denen musst du einfach um den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin kämpfen, du musst Gas geben und ihm oder ihr sogar hinterherrennen.

(Es gilt alles zu tun, um das, was du vielleicht getan hast, wieder gut zu machen)

Und unglaublich oft ist es so, dass es ausreicht, den Kontakt ganz normal zu halten. Oder  in einen reduzierten Kontakt zu gehen, wenn man merkt, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin wenig Interesse zeigt.

Eine Kontaktsperre – das heißt der Kontakt wird gesperrt, kommt eigentlich in nur einer Situation vor…

-Die Kontaktsperre bei toxischen Beziehungen…

Immer, wenn der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin sich dir gegenüber in irgendeiner Weise toxisch verhalten hat! Oder wenn du den:die Ex vergessen möchtest!

Wichtig dabei: Der Sinn der Kontaktsperre liegt dann darin, dich zu schützen und dich deinen Ängsten auszusetzen.

Vor allem aber, um deine Co-Abhängigkeit zu heilen!

Denn eine Kontaktsperre bringt dich dazu, deine Verlustangst zu durchleben. Und erst dadurch bist du in der Lage, diese Ängste zu heilen.

Das ist die Kraft, die eine Kontaktsperre hat.

Dieses einhergehende Wachstum deiner Selbstliebe und deiner Beziehungsstandards, können dich für den toxischen Ex-Partner oder die toxische Ex-Partnerin wieder attraktiver machen.

Und du lernst, dass „Nein“ sagen gar nicht so schwer ist! Und für dich sogar positiv sein kann!

Es muss dabei nicht unbedingt ein toxischer Mensch sein, es kann auch toxisches Verhalten sein.

Z.b: … dass er oder sie fremdgegangen ist, dich betrogen hat oder dich nach der Trennung auf einmal angegriffen hat – schlichtweg Fehlverhalten.

Wenn das passiert, dann brauchst du eine Kontaktsperre.

Aber dazu gleich mehr. Jetzt erst einmal 10 Fakten, die du kennen solltest!

Hier nun 10 Fakten zur Kontaktsperre…

Kommen wir jetzt zu den Fakten: 10 Fakten, ob eine Kontaktsperre sinnvoll ist…

#Fakt 1: Das „be by myself“ Prinzip

Trennungen sind hart! Immer! Sie reißen einem förmlich den Boden unter den Füßen weg! Bis am Ende nichts mehr übrig ist!

Der Schmerz, der Verlust, die Trauer und die Sehnsucht… all das will verarbeitet werden!

Was die Kontaktsperre unentbehrlich macht!

Heißt: 

  • Erst eine Kontaktsperre gibt den Raum, den Space und den Abstand zurück zu kommen! Gerade nach toxischen Beziehungen.
Just me by myself!!

  • Zu dir!
  • Zu deinem Lebensglück als Single!
  • Und zu dem, der du einmal vor der Beziehung warst!

ZURÜCK ZU DIR!!!


#Fakt 2: Das Magnetenprinzip

Liebe ist magnetisch! Das Ego aber auch!

  • Erst recht, wenn er/sie dich verlassen hat!

Heißt: Sobald du eine Kontaktsperre aufbaust, könnte er/sie dich vermissen! Manchmal umso mehr!

  • Vor allem, wenn die Verbindung zwischen euch eig. gut war!
  • Und weil du klar zeigst, dass du Grenzen setzen kannst!

Und vor allem richtig viel, wenn du ihn/sie verlassen hast! Und wenn die Trennung frisch ist!

Wir wollen umso mehr was wir nicht haben können

Dabei gilt: Je frischer die Trennung, desto stärker könnte das „Gefühl von vermissen“ sein!

Aber Achtung: In so einem Fall rate ich immer von einer Kontaktsperre ab! Trefft euch und geht wieder aufeinander zu!

Die einzige Ausnahme: Der oder die Ex ist toxisch und möchte dich zurück „hoovern“.


#Fakt 3: Der Zoomout

Wie soll es weitergehen?

  • Freundschaft?
  • Willst du ihn/sie für immer vergessen?
  • Oder möchtest du eine Rückeroberung wagen?

Entscheidungen, die wohl überlegt werden müssen!

  • Und Entscheidungen die besser distanziert und isoliert getroffen werden!

Im besten Fall ohne Zutun vom/von der Ex.

Wir sprechen dabei auch von einem „Zoomout“!

Zoomout

Sprich: Alle Voraussetzungen, um das gesamte Geschehen von außen zu betrachten! Und dann eine für dich kluge Entscheidung zu treffen! Gerade Minikontaktsperren nach frischen Trennungen können dabei helfen!


#Fakt 4: Weniger Pain

Das Einleiten einer Kontaktsperre ist oft mit Schmerzen verbunden!

  • Die Trennung tat weh! Und jetzt beengt das zusätzliche Gefühl, den/die Ex für immer verlieren zu können!

Und doch bietet die Kontaktsperre langfristig die beste Heilung!

Denn wisse:

Wenn du deine:n Ex regelmäßg triffst, dann kannst du nicht loslassen! Du wirst immer wieder aufs neue mit deinen Wunden konfrontiert!

Jeglicher Kontakt mit meiner Ex verletzt mich immer wieder aufs neue!

Eine Kontaktsperre dagegen schiebt den Riegel davor! Sie lässt keinerlei Kontakt zu! Und sie gibt damit die optimalen Voraussetzungen, um den/die Ex leichter zu vergessen! Gerade nach toxischen Beziehungen. Oder zumindest, um den Liebeskummer zu reduzieren!


#Fakt 5: Die Überraschung

Durch den Einsatz der Kontaktsperre kannst du eine „Überraschung“ kreieren!

Das heißt: Du könntest den/die Ex auf eine Weise überraschen, die dir Pluspunkte beschert! Vor allem bei deiner Rückeroberung!

Pluspunkte worin?

  • Erstens – die Optik: Er/sie sieht dich (sagen wir 30 Tage) nicht. So tauchst du nach der Kontaktsperre komplett verändert auf. Das könnte ein neuer Modestil oder ein trainierter Körper sein! Beachte aber die richtige Dauer zur Kontaktsperre!
  • Zweitens – die Persönlichkeit: Er/sie sieht dich nicht. Doch kaum begegnet ihr euch, hast du dich komplett verändert. Du bist glücklicher, zufriedener, lustiger, leidenschaftlicher und offener!

Warum?

Weil du die Zeit der Kontaktsperre nutzen kannst, um dich weiterzuentwickeln!

  • Oder ganz stumpf ausgedrückt: Um deine Version 2.0 zu werden!
  • Trainiere!
  • Werde glücklicher!
  • Such dir einen neuen Modestil!
  • Werde deine Version 2.0 und gib Gas!

Die Folge: Du überraschst dein:e Ex, sobald ihr euch erneut seht!

Aber Achtung: Meide eine zeitlich limitierte Kontaksperre. wenn euer Kontakt eigentlich gut ist!


#Fakt 6: Liebesentzug

Eine Kontaktsperre heißt Liebesentzug!

Was erst einmal weh tut. Langfristig aber gut ist!

Warum?

Weil es früher oder später in „Liebeskummer-entzug“ mündet!

Du setzt dich deinen Ängsten aus! Was gut ist!

  • Heißt: Dein Liebeskummer lässt nach! Gerade wenn viele Abhängigkeiten dabei waren.

Und wie solltest du dich deinen Verlustängsten und co aussetzen, wenn du immer wieder Kontakt hast.

Egal..

  • … ob ihr hin und wieder telefoniert!
  • … ihr euch noch schreibt!
  • … oder euch seht!
Liebeskummerentzug durch Kontaktsperre

Kontaktsperre heiß, dass du dich deinen Ängsten aussetzen musst! Und so heilen kannst!


#Fakt 7: Abhängigkeiten auflösen

Eine Kontaktsperre ermöglicht 2 ganz wichtige Voraussetzungen, falls du eine Rückeroberung planst!

  • Erstens: Sie hilft dir dabei Abhängigkeiten zu sichten!
  • Zweitens: Sie gibt dir den Raum, um Abhängigkeiten aufzulösen!

Wisse: In jeder Beziehung entstehen Abhängigkeiten. Das ist normal und gehört dazu! Und je mehr Zeit ihr zusammen verbringt, desto stärker werden diese Abhängigkeiten!

Nur können sie so stark werden, dass man auf den anderen angewiesen ist! Was nicht nur den Liebeskummer verstärkt! Sondern auch die Eigenverantwortung und Handlungsfreiheit zerstört. Und oft auch needy und bedürftig macht.

Egal…

  • … Ob es um eine finanzielle Abhängigkeit geht!
  • … Ob es um eine soziale gartete Abhängigkeit geht!
  • … Oder ob es um eine emotionale Abhängigkeit geht

Erst der völlige Abstand und der komplette Kontaktabbruch ermöglicht die Sicht auf diese Abhängigkeiten! Erst wenn der/die andere komplett verschwindet, wird uns bewusst, was uns durch den anderen auf einmal fehlt. Und worin wir uns abhängig gemacht haben!

Also die besten Voraussetzungen, um uns daraus zu befreien! Und um Pläne zu entwerfen, die uns später befreien!

Am Ende geben wir uns, was uns der/die Ex gab, was wir uns selber nicht geben konnten!

Die Folge: 

  • Wir sind unabhängiger!
  • Wir haben weniger Liebeskummer!
  • Wir sind für den/die Ex wieder attraktiver!
  • Und wir sind viel weniger auf den/die Ex angewiesen!


#Fakt 8: Needy bremse

Wie wirkt das?

  • Erst verlässt er/sie dich…
  • Und dann rennst du wie irre hinterher!
  • Am Ende schreibst du 3 Briefe und wirst blockiert…

Wie wirkst du…

Um es kurz zu machen: Needy!

Dun wirkt wie eine Puppe, die ganz nach seiner/ihrer Pfeife tanzt!

Und needyness heißt:

  • Du hintergehst dich, da du ihn/sie eigentlich zurück willst!
  • Du wirkst genau deswegen zu soft. Und gibst ihm/ihr das Gefühl alles mit dir machen zu können!
  • Und zudem legst du damit einen schwachen Selbstwert offen! Was den/die Ex mit Sicherheit abtörnen wird!
Was auch immer du willst - ich mach es!

Und genau das kann eine Kontaktsperre ändern! 

Das bloße Einleiten zeigt „Nicht mit mir„! Und gibt mehr Signale, als tausend Worte, Gesten und Sprüche!

  • Die Folge: Mehr Anziehung, mehr „vermissen“ und weniger Schmerz auf deiner Seite!


#Fakt 9: Reunion crusher

Aber Achtung – es gibt auch eine Kehrseite!

Ok, was meine ich damit…

  • Eine Kontaktsperre könnte eine Reunion-Beziehung auch aufhalten!

Vor allem wenn…

  • … die Trennung frisch ist!
  • … die Trennung im Affekt passierte!
  • … sich beide zum Zeitpunkt der Trennung noch lieben!

Warum?

Weil unter diesen Voraussetzungen die Chancen noch gut stehen!

  • Oft reicht ein weiteres Treffen oder ein versöhnendes Gespräch – und alles ist wieder gut!

Kommt jedoch eine Kontaktsperre ins Spiel, verschlimmern sich die Chancen!

  • Zum einen, weil wertvolle Zeit im einvernehmlichen Schweigen vergeht!
  • Und zum anderen, weil die direkte Aussprache (möglichst nah vor der Trennung) fehlt!

Die Folge: Ihr könntet wieder zusammen kommen! Das Vorhaben scheitert jedoch an der Kontaktsperre!


#Fakt 10: Selbstwertbooster

Eine Kontaktsperre boostet deinen Selbstwert!

Aber Achtung: Nur, wenn du sie einleitest!

Warum?

Weil du…

  • a.) klar zeigst, dass es Grenzen gibt!
  • b.) dir beweist, dass du auch ohne den/die Ex glücklich sein kannst!
Kontaktabbruch - wann vermissen männer

Die Folge: Mehr Selbstwert! Gefüttert durch deine Unabhängigkeit und dein Durchsetzungsvermögen!

Was passiert bei einer Kontaktsperre?

Viele denken, dass eine Kontaktsperre dafür sorgt, dass beim Ex-Partner oder bei der Ex-Partnerin Vermissen ausgelöst wird.

Wenn er oder sie sich entschieden hat, sich von dir zu trennen und du dann in eine Kontaktsperre gehst, wie soll dann noch einmal Vermissen ausgelöst werden?

Das kann in einigen Situationen zutreffen, aus meiner Erfahrung ist es jedoch so, dass sich der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin eher vor den Kopf gestoßen fühlt und wütend ist, weil der Kontakt schlichtweg emotional noch mehr auf Distanz geht.

Eine Kontaktsperre ist immer, gerade wenn sie nach einer Trennung ausgelöst wird, ein Signal von Schmollen und bewusster Abgrenzung.

Trennungen sind nie leicht und wenn der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin eher mehr im Ego ist, wird er oder sie wahrscheinlich insofern darauf reagieren, dass er, um nicht gekränkt zu sein, diesen Umstand einsieht und damit abschließt.

Wenn er oder sie mehr im Herzen ist, folgt meistens eine Reaktion von Verständnis und Nachvollziehbarkeit.

Das sind meistens die Antworten, die daraus resultieren.

Und diese Antworten zerstören oft bereits die Rückeroberung.

Der reduzierte Kontakt

Was du im Gegensatz dazu machen solltest, ist der sogenannte reduzierter Kontakt.

Man leitet nicht aktiv eine Kontaktsperre ein, man kommuniziert das auch nicht, sondern man reduziert den Kontakt.

Darauf, dass wenn etwas von ihm oder ihr kommt, als Input, du darauf reagierst, insofern es keine Wut oder Hassnachrichten sind.

Mehr machst du nicht.

Du reduzierst den Kontakt auf ein Minimum.

Gleichzeitig gehst du eben auch ins Wachstum und entwickelst dich weiter.

Für diese Weiterentwicklung allein ist es überhaupt nicht notwendig, mit einer harten Kontaktsperre zu arbeiten, der reduzierte Kontakt reicht vollkommen aus.

Reduzierter Kontakt ist in seiner Mechanik auch so aufgebaut, dass er eigentlich schon den Sinn einer Kontaktsperre insofern erfüllt, dass er, wenn das Interesse des Ex-Partners oder der Ex-Partnerin erst einmal weniger wird, auch der Kontakt automatisch weniger wird, soweit du nicht den Kontakt beeinflusst.

Dann setzt du dich automatisch schon deinen Ängsten aus und kannst automatisch auch ins Wachstum gehen und dich auf dich konzentrieren.

Dieser Prozess kann organisch und ganz ohne Manipulation entstehen.

Aber das aktive Herbeirufen einer Kontaktsperre in einer falschen Situation hat fatale Folgen, weil das stößt den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin vor den Kopf und sorgt meistens dafür, dass er oder sie erstmal diese Entscheidung zur Trennung noch einmal verinnerlicht, vertieft und im Unterbewusstsein noch mehr fixiert.

Er oder sie wird sich noch sicherer werden, dass eine Trennung die richtige Entscheidung war.

Besser ist es, immer situativ zu reagieren: Gerade wenn man sich noch gut versteht, sollte man den Kontakt etwa noch halten und damit arbeiten.

Und wenn man dann merkt, dass er oder sie sich immer mehr zurückzieht, dann gehst du einfach in den reduzierten Kontakt.

Wie eine Art Kontaktsperre, aber ohne dieses Drumherum und ohne dieser Frist, die du irgendwie innerlich einhalten musst: Nach 30 Tagen meldest du dich wieder?

Das wird nichts bringen.

Diese Frist ist immer dynamisch und hängt von deiner Weiterentwicklung und davon ab, wie der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin reagieren, wie er oder sie sich verhält.

Das ist eine sehr individuelle Situation.

Wann soll ich eine Kontaktsperre auslösen?

 

Du musst wissen, dass die Kontaktsperre selbst vor allem dann Sinn hat, wenn es darum geht, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin sich dir gegenüber toxisch verhält.

Dann erst baust du eine Kontaktsperre auf, mit zwei wesentlichen Dingen, die dahinterstehen, die eine reduzierte Kontaktsperre zum Teil auch bieten kann, aber da weniger Notwendigkeit dafür besteht.

Im Ersten: Du setzt dich deinen Ängsten aus.

Wenn du in einer toxischen Konstellation mit einem Menschen bist, dann bedeutet das, dass du einen Mangel an Selbstliebe hast, der dich dazu verführt, mit einem Menschen aus einer emotionalen Abhängigkeit in einer Beziehung zu bleiben, der dir schlichtweg nicht guttut.

Und du bleibst trotzdem in der Beziehung, weil deine Angst dahintersteht.

Die absolute Kontaktsperre sorgt dafür, dass du dich dieser Angst aussetzen kannst und dich ihr auch aussetzen musst!

Das ist gerade bei solchen Situationen besonders wichtig, wo du mit einem Menschen unterwegs bist, der dir nicht guttut.

Du musst diesen Mangel aufdecken.

Du brauchst die Kontaktsperre, denn sie setzt dich deinen Ängsten aus und allein das nimmt großen Einfluss auf deine Heilung, weil du diese Angst dann auf einmal spürst.

Wir können nur heilen, wenn wir einer Angst ausgesetzt sind, wenn wir erneut durch diese Angst durchgehen, sie akzeptieren und da eine Lösung finden, die dem Unterbewusstsein suggeriert, dass es nicht von dieser Angst abhängig sein muss.

Du kannst die Situation auch anders lösen, indem du allein glücklich bist – du brauchst den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin nicht dafür.

Warum soll ich eine Kontaktsperre auslösen?

Eine Kontaktsperre ist also einerseits dazu da, um dich deinen Ängsten auszusetzen, und andererseits, um dich in dieser Phase des Wachstums zu schützen, um genügend Raum zum Aufbau deiner Selbstliebe zu haben.

Du baust eine Selbstliebe auf, die deine Beziehungsstandards auf ein anderes Level hebt: Wenn dein Ex-Partner oder deine Ex-Partnerin diese Grenze nun überschreitet, wie er oder sie es bisher getan hat und sich das Verhalten dir gegenüber nicht ändert, weißt du, wie du reagieren musst.

Wenn sich diese Ursache, die deinen Ex-Partner oder deine Ex-Partnerin dazu bringt, sich so zu verhalten, nicht ändert, wirst du mit diesem Menschen keine Verbindung mehr eingehen.

Das muss sich ändern.

Das sorgt bei toxischen Menschen, die Aufmerksamkeit wollen und ihr Ego befriedigen möchten, meist dazu, dass sie in diese Veränderung gehen, wenn sie nicht mehr bekommen, was sie wollen.

  • Es ist die Chance da, dass auch der toxische Mensch in eine Veränderung geht.
  • Falls er oder sie sich jedoch nicht verändert, wird er oder sie auch nie zu dir kommen.

Daran erkennst du schon deutlich, ob es dieser Mensch wirklich ernst meint und er wirklich etwas von dir will, oder nur etwas von dir, was er sich auch einfach bei anderen Menschen holen könnte.

Eine Kontaktsperre hat immer den Sinn, dich zu schützen und dich Ängsten auszusetzen, die dafür gesorgt haben, dass du dich in einer Situation aufgehalten hast, die für dich toxisch und ungesund war und du dich in einer unglücklichen Beziehung aufgehalten hast, in der du nur deinen tieferen Ängsten gefolgt bist.

Das ist der tiefere Sinn einer Kontaktsperre.

Du sorgst durch diese Kontaktsperre, wenn er oder sie sich toxisch verhalten hat, in bestimmten Situationen dafür, dass du ihm oder ihr noch einmal bewusst machst, was für Fehler gemacht wurden.

Du musstest dich deshalb schützen und auf Abstand gehen!

Beispielsweise wenn er oder sie immer wieder auf dich los geht, dich immer wieder angreift und attackiert, dann macht es wirklich Sinn, eine Kontaktsperre aktiv einzuleiten.

Du weißt den Gegenüber darauf hin, dass sein Verhalten falsch war und du dieses zukünftig nicht mehr dulden wirst.

Du leitest eine Kontaktsperre ein und forderst ihn oder sie auch dazu auf, diese einzuhalten.

  • Das zeigt deinem Gegenüber nochmals, wo er oder sie ins Wachstum gehen muss.

Wenn etwa Fremdgehen der Grund für eine Kontaktsperre ist und er oder sie dich aber eigentlich noch liebt und sich etwa entschuldigen möchte, würde die Kontaktsperre dafür sorgen, dass sich der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin dieses falsche Verhalten genau ansieht, verändert und reflektiert.

Aus dieser Veränderung heraus wird er oder sie den Kontakt suchen.

Du kannst es mit der Kontaktsperre austesten und ihr beide habt wieder eine viel bessere Chance auf ein glückliches Fundament.

Es macht auch Sinn, wenn man den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin vergessen möchte.

Wenn du jedoch die Beziehung retten und du ihn oder sie zurückerobern möchtest, kann eine Kontaktsperre jedoch extrem gefährlich sein, wenn keine Ursache wie etwa falsches Verhalten seitens des Ex-Partner oder der Ex-Partnerin vorhanden ist.

Kann ich meine:n Ex mit einer Kontaktsperre zurückgewinnen?

Bei einer Rückeroberung sollst du mit reduziertem Kontakt arbeiten!

Reduzierter Kontakt bedeutet, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin dich immer wieder anschreiben kann, immer wieder in die Kommunikation gehen und diese halten kann.

Gleichzeitig hast du aber auch Abstand – denn gerade wenn du verlassen wurdest, wird es eher selten sein, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin dich anschreibt – und Zeit, ins Wachstum zu gehen.

Wenn das Wachstum durch ist, hast du wieder mehr Chancen, auf diesen Kontakt zu reagieren und kannst in dem Kontakt, der sich ergibt, für deinen Ex-Partner oder deine Ex-Partnerin durch dein Wachstum wieder interessanter sein.

Du musst wissen, dass Vermissen nicht durch Kontaktverbot entsteht.

Das kann bis zu einem gewissen Grad in bestimmten Situationen funktionieren, aber vor allem wenn du von ihm oder ihr verlassen wurdest und es für ihn oder sie eine Befreiung war, von dir wegzukommen, ist vielleicht eine Kontaktsperre nicht das Tool, das jetzt Vermissen auslöst.

Im Gegenteil: Er oder sie wird dich zwar vielleicht vermissen, aber es wird wahrscheinlich nur bis zu einem gewissen Grad passieren.

Der wichtigste Fokus liegt darauf, Raum zu finden, indem du dich weiterentwickeln kannst.

Während dieser Weiterentwicklung kannst du die Möglichkeiten offenlassen, Kontakt noch zuzulassen, ohne dass die Anziehung nachlässt, indem du ihm oder ihr nicht hinterherrennst.

Das schafft der reduzierte Kontakt zwischen euch beiden.

Aber auch den reduzierten Kontakt solltest du immer nur dann einsetzen, wenn du merkst, dass du für den Ex-Partner oder die Ex-Partnerin immer uninteressanter wirst, dass er oder sie sich immer weiter von dir zurückzieht und immer weniger von dir möchte.

Vielleicht geht er oder sie sogar etwas in Abwehrhaltung dir gegenüber.

Wenn du das spürst, dann solltest du mit dem reduzierten Kontakt arbeiten, weil es einfach keinen Sinn macht, jetzt zu versuchen alles umzudrehen und auf ihn oder sie zuzugehen.

In der Kontaktsperre geht es vor allem darum, dass du dich deinen Ängsten aussetzt.

Das ist bitter notwendig, weil du an einem Mangel an Selbstliebe leidest.

Im reduzierten Kontakt geht es eher weniger darum, sich seinen Ängsten auszusetzen – das macht man zwar teils automatisch, da diese Ängst hochkommen, umso weniger der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin reagiert – aber viel mehr darum, dass du einmal in dein Wachstum gehst und daran arbeitest.

Hier ist der reduzierte Kontakt extrem sinnvoll.

  • Wann löse ich eine Kontaktsperre / reduzierten Kontakt auf?
  • Wenn eben dieses Wachstum passiert, stellt sich natürlich die Frage, wann und wie man eine Kontaktsperre auflöst.
  • Wie geht es mit der ganzen Geschichte weiter?

Es muss irgendwo einen Sinn geben.

Auch hier gibt es niemals eine Frist, an die man sich hält.

  • Die Auflösung einer Kontaktsperre oder einer Kontaktreduktion ist im Sinne einer Rückeroberung an zwei Punkte gebunden: Der erste Punkt ist deine Weiterentwicklung – der Stand, an dem du dich gerade befindest – und der zweite Punkt ist die Entwicklung des Ex-Partners oder der Ex-Partnerin.

Was macht er oder sie?

Wie reagiert er oder sie auf dich?

Davon hängt es ab, wie es mit eurem Kontakt weitergeht.

Ist es zum Beispiel so ist, dass du eine Kontaktsperre brauchst, weil er oder sie sich toxisch verhalten hat, dann löst du die Kontaktsperre erst auf, wenn deine Beziehungsstandards und deine Selbstliebe erstens geregelt sind und dir zweitens bewusst ist, was du zukünftig von deinem Leben willst: Das, was dich glücklich macht.

Wenn du dann siehst, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin tatsächlich in die Veränderung geht und dieses toxische Verhalten, was die Ursache dafür war, die Kontaktsperre aufzubauen, wirklich im Kern verändert hat – und vor allem für dich verändert hat, weil die Kontaktsperre nochmals ein Signal war, in die Veränderung zu gehen, um dich nicht zu verlieren – wenn das passiert, dann ist auch die Grundlage dafür da, jetzt wieder aufeinander zuzugehen und eine gute Beziehung zu schaffen.

Wenn du dich jetzt an eine Frist von 30 Tagen hältst und in diesen 30 Tagen aber noch nichts von dieser Veränderung passiert ist, aber auch bei dir noch nicht viel im Wachstum passiert ist, was soll es dann bringen, wieder aufeinander zuzugehen?

Es gibt keinen Grund dafür, dass jetzt mehr passieren würde als zuvor.

Deswegen ist es wichtig, darauf zu achten.

  • Hast du dich genug weiterentwickelt?

Wenn man jetzt in den reduzierten Kontakt geht, ist es entscheidend, dass du wirklich in die Weiterentwicklung und ins Wachstum gehst.

  • Es gibt viele Dinge, an denen du arbeiten kannst.

Vielleicht deine eigenen Themen, deine eigene Unabhängigkeit, Liebeskummer, Ängste, denen du ausgesetzt bist, einfach ein glücklicheres Leben zu führen.

  • Alles, was im Bereich Persönlichkeitsentwicklung hineinspielt, spielt auch hier hinein.
  • Du solltest dir auch die Trennungsursachen ansehen und diese reduzieren.
  • Es gibt eine Fülle an Dingen, an denen du dich weiterentwickeln kannst.

Wenn das passiert, ist es meistens so, dass der Kontakt eben noch da ist und der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin davon Wind bekommt.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man das darstellen und zeigen kann, wenn es gar keine Reaktion mehr gibt, gibt es auch Wege, wie man das wieder versuchen aufzulösen kann.

Wenn es dann wieder zu Kontakt zwischen euch kommt, ist die Chance einfach höher, dass sich das jetzt wieder in eine positive Richtung weiterentwickelt: Erst dann löst man den reduzierten Kontakt auf.

Wenn die Chance am höchsten ist, dass der Kontakt von beiden dazu führt, dass der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin noch mehr Kontakt mit dir haben möchte.

Aber niemals bei einer Kontaktsperre, wenn es um toxische Konstellationen geht, nur beim reduzierten Kontakt.

Das ist grundsätzlich wichtig.

Du siehst, eine Kontaktsperre ist nicht immer gleich eine Kontaktsperre.

Viele sagen, du müssest 30 Tage Kontaktsperre aufbauen, vielleicht etwas mehr oder etwas weniger, wenn man komischen Formeln folgt, die man jedoch für die Allgemeinheit jedoch wirklich schädlich sein können.

Dann arbeitest du mit einer Kontaktsperre und es geht nach hinten los, weil der Zweck einfach nicht erkannt wird.

Eine Kontaktsperre einzusetzen, um Vermissen auszulösen, ist nur dann sinnvoll, wenn der Ex-Partner oder die Ex-Partnerin nach dem Kontakt mit dir noch mehr Kontakt möchte.

Und wenn das passiert, setzt man keine Kontaktsperre an und arbeitet mit Push-and-Pull-Methoden, sondern baut den Kontakt noch weiter auf und macht etwas daraus.

So arbeitetet man nicht mit irgendwelchen manipulativen Techniken.

Eine Kontaktsperre hat vor allem den Sinn, dich zu schützen bei der Weiterentwicklung, aber auch die Weiterentwicklung des Ex-Partner oder der Ex-Partnerin anzuheizen und ihn oder sie zu inspirieren, sich weiterzuentwickeln.

  • Genau auf diese Weise ist es möglich, die beste Basis für eine Rückeroberung zu legen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass du einige gute Informationen für dich mitnehmen konntest


Im folgenden zeige ich die, ab wann eine Kontaktsperre NICHT sinnvoll ist. Und worauf du konkret achten musst, wenn du eine Kontaktsperre eröffnest! Lies also aufmerksam mit!


Kontaktsperre – wann ist sie NICHT sinnvoll!

Wenn Du vor hast eine Kontaktsperre in die Wege u leiten, dann stellt sich zuerst die Frage nach dem Sinn dieser. Wann bringt es etwas, den Kontakt zu vorläufig abzubrechen und wann ist ein solches Unterfangen für einen späteren Rückeroberungsversuch er kontraproduktiv?

Ohne sich darüber Gedanken zu machen, kann so etwas schnell nach hinten losgehen. Daher haben wir hier für Dich die wichtigsten Punkte zum Sinn und Unsinn einer Kontaktsperre zusammengetragen. Deine Fragen sollen umfassend beantwortet werden, denn nur dann macht dieses Vorgehen für dich Sinn.

Eine Kontaktsperre ist sinnvoll wenn…

1.) Der:die Ex toxisch war

Wenn Du vom toxischem Ex verlassen wurdest, dann bist der oder diejenige, die Tief verletzt wurde. Geschah dies sogar wegen einer Affäre oder aus einem ähnlich profanen Grund, ist es wichtig, auf der Stelle entsprechende Grenzen zu setzen. Nur so kannst Du zuerst einmal für Dich selbst da sein. Vor allem nach toxischen Beziehungen.

2.) Du betrogen wurdest, was zur Trennung führte

Ist gar eine klarer Betrug die Ursache für die Trennung, dann ist eine Kontaktsperre in jedem Fall angebracht. Sie setzt ein deutliches Zeichen. Mit Dir kann man nicht alles machen. Der Abbruch des Kontaktes zeigt, dass man nun für eine Weile nichts mit dem anderen zu tun haben möchte.

In einem solchen Fall ist eine spätere Fortführung der Beziehung möglich. Aber nur, wenn der:die Ex sich ändert. Bis dahin gilt die Kontaktsperre!

Sollten von der anderen Seite doch noch Gefühle vorhanden sein, wird den Ex-Partner die Sperre sehr hart treffen. Daher kommt auch er in die Not, sich seinen eigenen Gefühlen zu stellen. Die Sicherheit, dass Du jederzeit erreichbar bist ist weg. Dies kann auch in einer solchen Situation noch Angst machen.

3.) Wenn du komplett aus deiner Mitte bist und erst einmal wieder zu dir finden musst (Minikontaktsperre)

Manchmal ist die Situation auch ganz anders gelagert. Die hast einfach Deine Mitte verloren. Vielleicht fühlst Du Dich mit der Beziehung auch überfordert. Hier kann eine Kontaktsperre dazu beitragen, dass Du Dich wiederfindest. Dies kann das Chaos der Gefühle glätten und Klarheit schaffen.

Während der Kontaktsperre hast Du alle Zeit der Welt, deine eigenen Gedanken zu ordnen. Zudem kannst Du Dir über Dein Seelenleben klar werden und ob Du die Beziehung überhaupt noch willst. Am Ende dieser Phase stehen neue Erkenntnisse. Zudem bist Du wieder zur Dir selbst gekommen.

Es ist wichtig, dass Du die Erkenntnisse aus der Kontaktsperre unbedingt verinnerlichst. Sollte die Konsequenz ein Ende der Beziehung sein, dann akzeptiere dies. Allerdings muss ein solcher Prozess nicht zwangsläufig das Aus bedeuten. Es kann auch der Auftakt für eine bessere Zeit sein.

4.) Wenn der Ex oder die Ex in der Bringschuld ist

Sollte Dein Partner die Beziehung im wahrsten Sinne des Wortes ruiniert haben, dann ist eine Kontaktsperre die beste Lösung. Auf diese Weise macht Du dem anderen klar, dass er die Hauptschuld trägt. Zugleich zeigst Du, dass Du die Verantwortung nicht auf die eigenen Schultern nimmst.

Dieses Vorgehen setzt klare Grenzen. Allerdings kann es den anderen auch zum Nachdenken bringen. In der Zeit der Kontaktsperre hat er die Möglichkeit sich zu reflektieren. Auf diese Weise kann im klar werden, ob er die Beziehung noch will. Zudem werden die Gefühle meist klarer.

Allerdings kann der Abbruch des Kontaktes auch bedeuten, dass dies den anderen gar nicht stört. In einem solchen Fall ist die Beziehung gescheitert. Auch hier kann dann nur noch der komplette Abbruch im Raum stehen. Dies gilt es unweigerlich zu akzeptieren.

Sollte man die Beziehung wieder Aufnehmen, hat man auch selbst einen klareren Kopf. Dir ist bewusst geworden, was Du wirklich willst. So kannst Du dem anderen mitteilen, unter welchem Umständen für Dich eine Weiterführung noch möglich ist. Ehrlichkeit ist dabei die beste Strategie.

5.) Wenn du den oder die Ex ein für alle mal vergessen möchtest

Eine Kontaktsperre ist natürlich der erste Schritt, wenn Du den Kontakt vollkommen abbrechen möchtest. Dies ist oft dann der Fall, wenn der andere Betrogen hat. Das hierdurch die Trennung ausgelöst wurde ist klar. Somit liegt die Schuld auch vollkommen bei ihm oder ihr.

Um Dich selbst von dem Schmerz zu befreien, kann Du nur den völligen Abbruch in die Wege leiten. Es bringt nichts, hier noch etwas zu versuchen. Das vertrauen ist weg und wird meist auch nicht mehr wiederkommen. Daher heißt es sich lösen und die eigenen Wege zu gehen.

Dies ist wirklich nur dann möglich, wenn kein Kontakt mehr besteht. Allerdings muss auch dies nicht für immer der Fall sein. Irgendwann kann man sich wieder annäheren, wenngleich auch meist nur freundschaftlich. Daher muss ein völliger Abbruch nicht auf nimmer Wiedersehen bedeuten.

Sind die Verletzungen allerdings zu groß, solltest Du einen endgültigen Schlussstrich ziehen. Hierzu ist die Kontaktsperre perfekt geeignet, denn sie sorgt für die emotionale Trennung. Auf diese Weise ist der Schmerz leichter zu ertragen. Aber auch dabei wird es Zeit brauchen, bis alle Wunden heilen.

Eine Kontaktsperre ist nicht sinnvoll wenn…

1.) Wenn du ihn oder sie verlassen hast

Hast Du den Fehler gemacht, der zur Trennung geführt hat, dann ist eine Kontaktsperre unnütz. Du bist in der Bringschuld und musst Dich Deinen Fehlern stellen. Ein Abbruch des Kontaktes würde nur das Gegenteil bewirken. In diesem Fall musst Du mit Dir selbst hart ins Gericht gehen.

Wenn Du Deinen Ex-Partner noch liebst, dann sei für jede Nachricht dankbar. Dies zeigt nämlich, dass der andere noch Interesse an Dir hat. Allerdings kann er eine Kontaktsperre einleiten. Er hat jedes Recht dazu. In einem solchen Fall können harte Zeiten auf Dich zukommen.

Allerdings musst Du diese Phase überstehen, wenn es für euch noch eine Zukunft geben soll. Wenn dein Partner es wünscht, dann wird er sich wieder bei Dir melden. Du musst ihm aber die Zeit lassen, alles zu reflektieren. In keinem Fall darfst Du ihn zu etwas drängen.

Auch wenn die Kontaktsperre am Ende wirklich die vollkommene Trennung bedeuten würde, musst Du dies hinnehmen. Dann hat Dein Partner keine Gefühle mehr für Dich. Hier war der Fehler wohl zu groß, als dass er Dir verzeihen könnte. Dies solltest Du immer im Hinterkopf behalten.

2.) Wenn du derjenige bist, der ihn oder sie betrogen hat

Der Betrug mit einem Anderen oder einer Anderen ist wohl der schwerste Vertrauensbruch. Solltest Du dies getan haben, dann ist die Kontaktsperre der schlechteste Weg. Wenn Du Deine Beziehung noch erhalten möchtest, musst Du hingegen den Kontakt suchen. Alles andere wäre Fatal.

Auch hier gilt, dass Dein Partner jedes Recht hat, eine Kontaktsperren zu veranlassen. Er ist der verletzte. Er muss sich von dem Betrug zuerst einmal erholen. Dafür muss Zeit vergehen und es kann förderlich sein, wenn er in dieser Phase nichts von Dir hört. Dies musst Du akzeptieren.

Im Vorfeld kannst Du natürlich Dein tiefes bedauern ausdrücken. Dein Partner wird dies so oder so zur Kenntnis nehmen. Was darauf wird, steht aber in den Sternen. Ob er später wieder den Kontakt zu Dir sucht, bleibt abzuwarten.

Hier ist es sehr wahrscheinlich, dass ein völliger Kontaktabbruch im Raum steht. Dies musst dann ebenso akzeptieren. Du kannst ihn nicht festhalten, denn Dies würde für euch beide noch mehr Schmerz bedeuten.

3.) Du ihn oder sie liebst, er oder sie aber auch noch Gefühle für dich hat

In einem solchen Fall ist die Kontaktsperre absolut schädlich. Hier sind von beiden Seiten noch Gefühle vorhanden und Kommunikation ist einem solchen Fall das wichtigste. Ein Abbruch würde für den anderen bedeuten, dass Du nichts mehr von ihm willst.

In diesem Szenario stehen die Chancen für eine Fortführung der Beziehung sehr gut. Der Austausch von Nachrichten ist dabei absolut förderlich. Nutze jede Gelegenheit zu kommunizieren. In der Regel ist auch der Partner hier nicht an einer Sperre interessiert, sondern möchte von Dir hören.

Somit stehen die Chancen hervorragend, dass eure Liebe neu entfacht wird. Macht ihr alles richtig, dann wird bald alles wieder im Lot sein. Allerdings darfst Du in keinem Fall etwas überstürzen und musst auch in dieser Phase Zeit verstreichen lassen. Alles andere ergibt sich meist von allein.

4.) Wenn sich die Kontaktsperre einfach komplett falsch und kontraproduktiv anfühlt

Es gibt auch eine nicht so objektiven Grund, warum eine Kontaktsperre sinnlos ist. Wenn Dein eigenes Gefühl Dir sagt, dass dies nicht der richtige Weg ist, dann solltest Du auf Deinen Bauch hören. Meist täuschen sich unsere Gefühle nicht, sodass wir diese nicht ignorieren sollten.

In vielen Fällen kann dies richtig sein. Reden und sich aussprechen ist oftmals der beste Weg, alles zu klären. Wenn auch der andre Bereitschaft zeigt, ist eine Sperre völlig falsch. Daher solltest Du in diesem Fall handeln und Kontakt aufnehmen.

Lass Dir aber ausreichend Zeit, denn der andere darf sich nicht überrumpelt fühlen. Er muss Zeit haben die Gefühle zu Dir auch wiederzuentdecken, sodass es sich hier um einen längeren Prozess handeln kann. Diese Phase ist aber wichtig und kann oft zu einem Neuanfang beitragen.

5.) Wenn du in der Bringschuld bist

Du hast durch Dein verhalten eine Bringschuld bei Deinem Partner. Du bist ihm also etwas schuldig. In einem solchen Fall ist der Kontaktabbruch ein absoluter Fehler. Dies würde eher als Bockigkeit und Uneinsichtigkeit interpretiert werden. Das macht am Ende alles kaputt.

In einem solchen Fall heißt es, in den sauren Apfel zu beißen. Du musst Dir Deine Schuld eingestehen. Du kannst froh sein, wenn der andere noch Kontakt mit Dir hat. Das solltest Du nicht aufs Spiel setzen. Daher heißt es sich zurückzuhalten und Einsicht zu zeigen.

Dies funktioniert aber nur, wenn Du wirklich Schuld empfindest. Ist es Dir eigentlich egal, dann solltest Du schon aus Respekt vor dem anderen, den Kontakt abbrechen. Alles andere wäre eine Lüge und diese kann sehr verletzen. Sollte also keine Reue vorhanden sein, dann beende es lieber gleich.

Wenn Du den anderen zurück haben willst, wird sich vielleicht ein Gespräch ergeben. Eventuell braucht der Partner aber auch Abstand. Dies kann zu einer Kontaktsperre von seiner Seite führen. Akzeptiere dies und lass ihm die Zeit die er braucht. Nur so kann etwas gerettet werden.

Ich habe Bindungsangst – ist eine Kontaktsperre sinnvoll?

In keinem Fall solltest Du bei einer Bindungsangst zu einer Kontaktsperre greifen. Dies wäre der kontraproduktivste Weg von allen. Hierdurch wird die Angst eher größer. Daher muss in einem solchen Fall genau das Gegenteil getan werden.

Gebe dem anderen alles Verständnis auf der Welt und schenke ihm all die Liebe, die Du geben kannst. Nur dann kannst Du die Bindungsangst überwinden. Dabei musst Du Geduld aufbringen, denn solche Probleme lassen sich nicht von jetzt auf gleich lösen. In jedem Fall darfst Du keinen Druck ausüben.

Vertrauen ist hier das Wichtigste. Dieses musst Du Stück für Stück aufbauen. Dies geht nicht, in dem Du neue Angst erzeugst. Eine Kontaktsperre würde genau diese hervorrufen, denn Dein Partner würde an Vertrauen verlieren. Sie immer für den anderen Da, dann wird sich eine starke Bindung entwickeln.

Zudem

Am Ende steht die Erkenntnis, dass eine Kontaktsperre Probleme lösen, aber auch verschlimmern kann. Es kommt immer darauf an, wann man diese einsetzt. Bei Fehlern des anderen oder gar Betrug, kann sie Wunder bewirken. Bei eigenen Fehlern ist jedem Fall darauf zu verzichten.

Wichtig ist, dass eine Kontaktsperre nicht als Waffe verstanden wird. Es geht nicht um das Verletzen. Es geht um das reflektieren. Sowohl des eigenen Verhaltens, als auch der Möglichkeit, dass der Partner diese Zeit nutzt und über sich nachdenkt.

Gehen beide Parteien den richtigen Weg, kann aus einer Kontaktsperre etwas Gutes entstehen. Doch sei Dir immer darüber im Klaren, dass auch der komplette Abbruch im Raum stehen kann. Kontrollieren, kann man niemanden.

Was ist die Kontaktsperre Wirkung?

Die Erfahrungen haben es eindeutig gezeigt: Nach der Trennung ist eine Kontaktsperre aus vielen Gründen sehr hilfreich.

Zum einen hilft sie Dir dabei, wieder auf die Beine zu kommen. Denn nach dem Aus kommen sehr viele Gefühle in einem hoch – die erst einmal bewältigt werden wollen! Der Schmerz, die Trauer, die Sehnsucht und manchmal auch die Verzweiflung sind sehr, sehr groß.

Und diese wollen akzeptiert, zugelassen und letzten Endes eben bewältigt werden. Das gelingt jedoch am besten, wenn man das ohne die Befürchtung, die Gewissheit tun kann, dass der oder die Ex gleich im nächsten Moment um die Ecke kommen oder anrufen kann.

Denn in solch einem Fall, wenn er oder sie auf die ein oder andere Weise noch immer präsent ist, wenn eine Begegnung nicht unwahrscheinlich ist, fällt es sehr viel schwerer, die Trennung zu verarbeiten. Und wieder zu sich selbst zu finden.

Denn bei jedem neuerlichen Kontakt kommen Gefühle in einem hoch, ob man will oder nicht. Ausgelöst durch vermeintliche Kleinigkeiten wie eine bestimmte Erinnerung, diesen Duft, der so charakteristisch für ihn/ sie ist – und so weiter. Schütze Dich selbst davor, gerade jetzt, in dieser so sensiblen Phase! Denn Du, Dein persönliches Wohlbefinden, das sollte nun an erster Stelle stehen.

Und: Du erkennst, ob Du den oder die Ex wirklich vermisst. Häufig ist es nach der Trennung nämlich so, dass die Sehnsucht zwar anfangs da ist – als normales Entzugssymptom, sozusagen. Schließlich wart Ihr beide bis vor gefühlt einer Minute noch zusammen, Deine Gefühle waren sehr stark. Diese lassen sich nun nicht auf Befehl herunterkühlen, nicht einfach so.

Und so dauert es ein wenig, bis diese Empfindungen, bis die Sehnsucht nach seiner oder ihrer Gegenwart schwächer werden – bis sie schließlich ganz verschwunden sind. Das ist sogar die Regel, wie die Erfahrungen gezeigt haben. Auch deshalb sollte man ein wenig abwarten – und sich fragen, ob man den oder die Ex vom Charakter her, als Person überhaupt noch schätzt.

Oder ob man sich manches nicht schön redet – denn die Beziehung ist ja nicht einfach so, ohne Grund, auseinander gebrochen.