Abschiedsbrief an Exfreund:in 16 knackige Fehler

Aller Abschied ist schwer! Erst recht, wenn die Möglichkeit für abschließende Worte fehlt! Wenn dir „quasi (wie ich dieses Wort hasse)“ die Butter vom Brot genommen wurde!

  • Und doch rumort im Inneren das Verlangen sich auszudrücken! Das Unaussprechliche auszusprechen und sich mitzuteilen! Oft mit der Kraft einer Tsunami nach einem Stärke 8 Erdbeben.

… was die Idee eines Abschiedsbriefes umso attraktiver macht!

Tja, „denkst de„…

Ein guter Abschiedsbrief kann einschlagen wie eine Bombe (die nukleare Variante) und aufräumen wie eine Tsunami! Also den/die Ex so richtig plätten!

Er kann aber auch alles vermiesen! So deinen Trennungsschmerz entfachen wie Zunder das Feuer! Oder deine:n Ex immer weiter wegtreiben!

  • Lies dir deshalb meine Top 16 knackigsten Fehler durch, die du unbedingt vermeiden musst!

Und das beste: Sobald du diesen Beitrag gelesen hast, wirst du alle Tools an der Hand haben, um den perfekten Brief zu schreiben!


 

15 knackige Fehler, die du beim Verfassen deines Abschiedsbriefes vermeiden musst!

#Fehler 1: Der Postbote kam zu spät

  • So soll es doch Leute geben, die 3 Jahre nach der Trennung der Idee zustimmen, den/die Ex mit einem Brief zu beehren!

Das kommt nicht nur schräg, sondern erinnert stark am verschollenem Stalker!

  • Sicher, 3 Jahre muss man erst einmal packen. 1 Jahr ist aber auch schon ordentlich!

Was ich meine: Schick deinen Brief nicht zu spät ab! Je früher, desto besser!

Vor allem, wenn dein „Abschiedsbrief“ eine heimliche „Rückeroberungsbombe“ ist! Die dann auch gerne mit der Detonationskraft der Nuklearvariante einschlagen darf!

Je früher desto besser! Abschieds Brief Ex Freund:in


#Fehler 2: Schreiben ist Silber und reden ist Gold

So mancher meint, der Brief sei der letzte Ausweg! Ungeachtet dessen, dass eine Unterredung ausreichen könnte, um die Beziehung auf´s Neue aufleben zu lassen!

Zu blöd, wenn es dann zusätzlich ein Abschiedsbrief wird!

  • Besser: Suche erst einmal das Gespräch!
Können wir noch einmal über alles reden_reden statt Brief schreiben

Gerade wenn die Trennung frisch ist wie Hüttenkäse!

  • Und erst recht, wenn die Trennung akut im Streit ihren Tribut forderte!

Die Folge: Im besten Fall führt ein liebes und nettes Fragen (nach einer Unterredung) zu einer erneuten Beziehung! Und du könntest den Abschiedsbrief für später, wen anders oder das Feuer aufheben!

  • Die einzige Ausnahme: Du hast alles versucht! Selbst den Vater hast du bestochen und der Mutter geschmeichelt! Doch die Scheuklappen sind oben!

Ist dies der Fall, so schreibe einen letzten Brief! Eine letzte ergreifende Nachricht, die zeigen soll, wie wichtig er/sie dir war! Und wieder sein könnte!


#Fehler 3: Du hast Schuld – wer denn sonst

Sind wir mal ehrlich: Es gibt nur einen Schuldigen! An allem: UND DAS IST DER WEIHNACHTSMANN!!

  • Als ich als Kind erfuhr, dass er nicht real war… da war das Lebenstrauma – mein Kindheitstraume geboren! ER IST SCHULD!!! AAAHHHH!

Im ernst: Sei ein Held! Denn Helden suchen keine Schuldigen!

Und ein Abschiedsbrief voller Beschuldigungen gleicht einem Kuss vom Henker vor der Hinrichtung!

Zu dick Zu dumm Zu zickig ABER ICH LIEBE DICH! Abschiedsbrief Ex

Recht oder Unrecht ist einfach nicht mehr wichtig! Denn am Ende führte genau das zur Trennung! Und dazu, dass du per Brief deinen Schmerz auszudrücken und zu stillen versuchst!

DAS MUSS DESWEGEN JETZT AUFHÖREN!!

BESSER:

  • Keine Beleidigungen!
  • Keine Streitthemen!
  • Keine Schuld!
  • Keine Angst!

Nur eines: Das was du da gerade in dir fühlst! Deine Liebe!

Die Folge: Er/sie wird zu Tränen gerührt, kommt ggf. sogar zurück und wird dich auf ewig als Held in Erinnerung behalten!


#Fehler 4: Shakespeare hat Hämorroiden

Und als du da warest, so voller entzückter Schönheit einer Elfe würdig, die von Sinnen frohlockender Farben einem Engel gleicht – auf mir saßest! In einer Einheit durch den Sonnenuntergang und zurück voller Leidenschaft wir das Bette teilten… usw!

Tu… das… bitte… nicht! Schreib einfach nur, was du meinst (an diesem Beispiel: Der Sex hat gebockt…)

Ach meine Holde, was vermiss ich dich doch...
  • Was meine ich: Vermeide einen Abschiedsbrief, der zur Hardcore-Schnulze mutiert (oder verglittert)!

Klar, Emotionen sind erlaubt! Nur soll es nicht wirken, als hätte ein sensitiver New-Age-Apostel zu lange in die Sonne geschaut! Und statt Tinte mit seinen Tränen geschrieben!

Warum?

  • Weil du den/die Ex erdrückst!
  • Und wird er/sie zu sehr mit Liebe, Leid und Sehnsucht zugeballert, geht der Versuch nach hinten los!

Halte dich eher nüchtern, ehrlich und vor allem authentisch!


#Fehler 5: Die letzten Worte eines sterbenden Schwans

Und so schrieb Beethoven unter Tränen, mit blutigem Finger und fernab des Schlafes seine letztes 4 Noten!

  • Es ward getan: Die fünfte Sinfonie war geboren! Geil oder?

Also: Um die Sinfonie geht es hier nicht! Vielmehr um Beethoven und sein Kampf um diese letzten vier Noten!

  • Sei auch du dieser der Held! Kämpfe um deinen Brief! Sei ein Perfektionist und wisse, wie du deine Botschaft am besten transportierst! Note für Note und Buchstabe für Buchstabe!

Was doof wäre:

Deine Anfangseuphorie lässt nach und du drückst unter Zeitdruck die letzten Worte durch! Hauptsache noch alles gesagt!

Oder…

Du schreibst einen Brief der sich kaum besser liest, als die Gebrauchsanweisung vom neuen Siemens Trockner!

  • Wisse: Dein Brief hat 2 Aufgaben…

Erstens: Er soll dich zu einem gewissen Maße vom Leid der Trennung befreien!

Und zweitens: Er soll den/die Ex berühren. Peinlich! Und im besten Fall etwas auslösen (vielleicht sogar ein come-back)!

Was heißt…

  • Etwas von dir (in dir) soll aus dir raus und muss auf den Brief! In jedem Fall gegenteilig der Prozedur mit Toilettenpapier auf dem Klo! Nichts aus deinem Körper! Sondern einzig alleine aus deiner Seele!
Lass alles raus! Kämpfe und leere deine Seele (und dich)!
  • Du musst dir deine Seele vom Leib schreiben! Mit Blut, Schweiß, Kampf und Schlaflosigkeit!

Denn erst dann…

Die Folge: Ein Megaguter Abschiedsbrief der 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt!

  • Etwas in dir löst sich!
  • Der/die Ex wurde nochmal richtig durch die Toilette geflashed!


#Fehler 6: Das Krakeldrama

Druck mal deinen Daumen an deinen Zeigefinger! Und presse nun den Überstand beider Nägel auf eine Tischplatte!

Und reibe jetzt so schnell du kannst beide Nägel hin und her. Locker und flockig aus dem Handgelenk! Es darf richtig eklig kratzen!

  • Also: Das Geräusch, dass du jetzt hörst, darf nie dein Stift machen, während du deinen Brief schreibst
  • Schnell!
  • Ge(kratzel)krakelt!
  • Und irgendwie runtergewischt!

Und jetzt nimm noch einmal deinen Nagel vom Zeigefinger und wisch ihn im Sekundentakt hin und her! Langsam und gleichmäßig!

Dieses Geräusch ist es, dass auch beim Schreiben dein Stift machen sollte!

Also:

  • Langsam!
  • Strukturiert!
  • In Schönschrift!
  • Und mit viel Mühe und Geduld!

Heißt: GIB DIR MÜHE!!!

Abschiedsbrief in Ruhe schreiben


#Fehler 7: Der dilettantische Liebhaber

Kennst du diese Menschen… die dich besser kennen, als du dich? Die genau wissen, warum du noch nicht perfekt bist! Oder die dir sofort sagen können, was dir hilft, um deine perfekte Version 2.0 zu werden!

Nimm ab, trag Markengedöns... (nur noch gestreift, statt kariert) und achte auf schwarze statt rote_blonde Haare! Und DU WIRST PERFEKT SEIN!!!

Also so Menschen halt, denen man nach einem Gespräch devot folgt! Oder die man direkt in den Löwenkäfig sperrt, mit der Ausrede, man suche ja den Schlüssel!

  • Achtung: Sei für den/die Ex niemals einer solcher Menschen! Sei sein/ihr Held! Aber kein besserwisserischer Dilettant, der durch Unwissenheit glänzt und durch Besserwisserei die Unwissenheit zu vertuschen sucht!

Was heißt:

  • Schreibe nur über ihn, was auch wirklich stimmt!
  • Schreibe dabei viel über ihn. Zeige, dass du ihn/sie WIRKLICH kennst!
  • Versuche nicht zu verbessern, sondern zu loben! Gehe lieber auf „Verbesserungen“ auf dich bezogen ein!
  • Überrasche ihn/sie darin, dass du wirklich viel über ihn/sie weißt! Dinge, die vielleicht nie gesagt wurden!
  • Und vermeide Aussagen, derer du dir unsicher bist, die indoktrinieren und die eher zeigen, dass du ihn/sie nicht wirklich kennst!

Das Ding: Hier kannst du nur punkten, wenn du ihn/sie in dem Teil des Herzens (er)kennst, den andere nicht kennen! Nur das! Denn alles andere kommt schräg!

Als Beispiel: „Und damals, als ich wegen dem Handtuch gestritten hatte, da wusste ich sofort, dass du es bereust hast! Du wolltest dich entschuldigen, wusstest aber nicht wie…“!

Wenn du dir absolut sicher bist, lass es stehen! Dann kommt es gut an! Stimmt es aber nicht, wirkst du statt eines Heldes wie ein Dilettant!


#Fehler 8: Struktur zur Prozedur

Struktur durch Prozedur führt zur bestandenen Klausur!

  • Also: Wenn du schreibst, dann schreibe mit Struktur!

Das heißt: Überlege dir genau, was du wo im Brief unterbringen möchtest!

  • Das wussten schon die Filmemacher! Oder kennst du Hollywoodschinken, in denen das „Schmerz-Intro“ (Der Held verliert wieder mal Frau und Kind) urplötzlich in der Mitte (Klimax) kommt!
  • Oder das Happy End (Der Held besiegt den Bösewicht) in den ersten 5 Minuten!
  • Oder die „Happy-life„-Szenen mit Frau und Kind gen Ende?

Nein, oder?

Deswegen: Sei leidenschaftlich wie Tarzan und klug wie Einstein! Und arbeite auf Grundlage einer sinnigen Konzeptur!

  • Andernfalls wird alles ein einziger Mischmasch, der sich liest wie unser Gesetzbuch auf Japanisch! Wakarimasu ka?

Mein Tipp:

Erstens: Mach ein Intro!

  • Schreibe kurz über dein Anliegen!
  • Erkläre, dass es dir gut geht! Sehr sogar!
  • Und mach deutlich, dass du diesen Brief brauchst (auch, dass er/sie ihn zu Ende liest).

Zweitens: Der Höhepunkt!

  • Lass alles raus, was dir auf deinem Herzen liegt! So wird das Herz zur Feder! Und die Feder zum Wort!

Drittens: Absch(l)uss

  • Und zu guter machst (schreibst) du in einer Mixtur aus polnischem Abgang und versinkender Titanic! Leise, still und episch!
Ich liebe dich! Nie werde ich dich vergessen! - Abschiedsbrief

(Wünsche ihm/ihr das beste! Und drück ein gereiftes „auf wiedersehen“ aus, dass zeigt, dass du emotional, hart und einfach wundervoll bist!)

Die Folge: Leidenschaftliches/romantisches perfekt gegliedert in einer übersichtlichen Struktur!


#Fehler 9: Bis zum Vulkanausbruch

Hast du schon mal eine Seltas-Flasche geschüttelt und dann geöffnet?

So ergeht es auch uns, wenn etwas in uns  aufgewühlt und „durchgeschüttelt“ wird! Und doch braucht es zwei, damit das „geschüttele“ auch schüttelbar ist! Erstens: Das Wasser in der Flasche und (zweitens) den Schütteler, der das Wasser schüttelt!

  • Also den/die Ex Freund, der emotional explodieren soll (wie die Seltasflasche)! Und den Schreiberling, der metaphorisch als „Schütteler“ zu betrachten sei!

Heißt abgekürzt: Schreibe so gut, dass seine/ihre Emotionen richtig aufwallen! Im besten Fall in einem Sturz Tränen, als hätte er/sie gerade „vom Winde verweht geschaut„!

Wie machst du das:

Erstens: Arbeite mit Wiederholungen!

  • Bsp: Ich vermisse deine Brille, die Art wie du durch sie hindurch schaust, die Art wie du deine Nase rümpfst und die Art, wie beim Rülpsen dein Gesicht erstarrst!

Zweitens: Hammern, statt jammern und klammern!

  • Vermeide „Heulsusengedöns“! Ala: Ich vermisse dich so. Es tut so weh. Ich sterbe ohne dich! Alles ist so leer ohne dich… u.s.w!

Besser: Lobpreise, was du an ihr/ihm vermisst und warum! Und zeige gleichzeitig, dass es dir gut geht!

Und drittens: Fühle, was du schreibst!

  • Ein Musiker, der alles platt, objektiv und technisch runterlaiert hört sich anders an, als ein Musiker, dem die Finger bluten und der beim Spielen weint wie ein Schosshund nach seinem ersten Knochen.
Mein Freund hat mich verlassen

Mein Tipp: Schreibe nur etwas auf, wenn du es auch wirklich fühlst! Unbeeinflusst von Musik und Drogen!

Die Folge: Du wirst genau das transportieren, was du beim Schreiben gefühlt hast!


#Fehler 10: Das Ding mit der Kürze und der Würze

Stell dir vor, du öffnest deinen Briefkasten und findest einen Brief vom/von der Ex!

Soweit so gut!

Du nimmst den Brief in deine Wohnung (neugierig) und öffnest ihn!

Das erste was du denkst… „mmmhhh, hat er/sie mir ein Buch geschenkt„?

Dann packst du den Brief aus und siehst auf einmal 10-20 voll beschriebene Seiten!

Was passiert:

  • Erstens: Der/die Ex fühlt sich erdrückt!
  • Zweitens: Die Motivation, 20 Seiten vom/von der Ex zu lesen, gleicht der Motivation, eine Fliege mit Essstäbchen zu fangen (wozu und warum)!
  • Drittens: Du wirkst extrem needy und anhänglich. Irgendwie psychisch angeknakst, was fast schon wieder Angst machen kann (wird er/sie mich jetzt stalken).
  • Und viertens: Du schreckst den/die Ex extrem ab! Nach Trennungen möchte man Abstand! Erst recht, wenn das Liebesbarometer im Minusbereich „rumkrakselt“! Sich dann einen Brief von 20 Seiten anschauen zu müssen, gleicht der Beobachtung einer Tsunami aus vorderster Reihe!

Daher mein Tipps: 

  • Achte darauf, nicht mehr als 3 wichtige Punkte in der Einleitung, dem Mittelteil und dem Ende anzusprechen! (Nimm die wichtigsten)!
  • Schreibe nicht mehr als 1-2 Seiten (A4)!


#Fehler 11: Der nie vergessene Held

Beide waren berühmt! Beide hatten viel Einfluss! Beide Namen fangen mit dem Buchstaben „H“ an! Und beide sind unterschiedlich in Erinnerung!

Da haben wir einmal Herkules! Und wir haben Hit… (den Rest spreche ich nicht aus)!

Herkules, der kraftvoll die Armen schützt, liebt und sich opfert!

Und Hit… der die Minderheiten massakriert und einfach mal nen Weltkrieg anzettelt!

Und doch gibt es eine ganz wichtige Gemeinsamkeit, die beide verbindet!

Jeder einzelne ist genauso in Erinnerung geblieben, wie er es verdient hat! Je nachdem, wie sie sich verhalten hatten!

Jetzt kommt´s: Bei dir wird es nicht anders sein!

Abhängig davon wie du dich (in deinem Brief) verhälst, wird der/die Ex dich in Erinnerung behalten!

SEI ALSO KEIN HIT…

  • Wünsche ihm/ihr das beste!
  • Mach keine Vorwürfe!
  • Sei nett und lieb!

Schreibe, meine und zeige dich aus deinem Herzen! Denn dann wirst du genauso in Erinnerung bleiben!


#Fehler 12: Hans Zimmer und die Liebesbriefe

„Schon mal zu „the last samurai soundtrack“ durch Regen gejoggt?“

Glaub mir: Ein herrliches Gefühl! Ich der Held, der sich auf den nächsten harten Kampf vorbereitet!

kämpfen

Doch von außen betrachtet schau ich aus wie ein Vollhonk, der geradezu nach der nächsten Erkältung giert!

  • Was meine ich damit: KEINE MUSIK!

Vermeide den Fehler, unter Einfluss melodramatischer Liebesschnulze einen Brief zu verfassen!

Sicher, es fühlt sich gut an!

  • … Und endet doch in überspitzter Dramatik, die einer Rosamunder Pilcher auf Crack gleicht! Sprich: Unnatürlich!

Besser: Fühle was du schreibst! Aber nur wenn es aus dir – alleine aus dir kommt!


#Fehler 13: Absenden und vergessen

Sieh das Schreiben des Briefes als eine Zeremonie!

Also ein Prozess, der dir dabei helfen soll loszulassen!

  • Klar, du sollst jetzt kein Lagerfeuer im Heim machen! Und unter Trommeln Transzendentale Abschiedserfahrungen machen! Am besten noch im Federschmuck auf Ayahuaska!

Trotzdem ist etwas Bewusstheit angebracht!

Geh nicht zum Briefkasten und „wirf das Ding in den Schlitz“ wie deine Steuererklärung! Sondern nehme dir bewusst Zeit!

Stell dir mit jedem Schritt zum Briefkasten vor, wie du mehr und mehr den/die Ex loslässt!

Sprich innerlich ein paar Worte! Wie „ich vergebe dir und ich liebe dich. Und mit Einwurf dieses Briefes lass ich dich gehen„!

loslassen

Und verbinde diesen Brief mit deinem individuellen Prozess des Loslassen! Dafür ist er gedacht!

  • Die Folge: Nach Schreiben und Absenden deines Briefes fühlt es sich tatsächlich danach an, als hättest du dir etwas von der Seele geschrieben! 


#Fehler 14: Was ist der Sinn des Leb… äh Briefes?

Der Sinn des Briefes besteht NICHT darin, digitale Möglichkeiten wie eMails, SMS oder What-App zu ersetzen! Oder darin, es sich besonders schwierig zu machen…

Denn schwierig soll es schon sein! Aber aus einem guten Grund!

  • Denn kein Held fühlt sich als Held, wenn er ausversehen den Marienkäfer zertritt, statt den Drachen ins Herz zu stechen!

Heißt: Der Brief muss aus deinem Blut und Schweiße wachsen! Er soll und MUSS Arbeit machen!

liebe kontaktabbruch

… Denn der Sinn ist schließlich zweierlei:

  • Erstens: Den/die Ex beeindrucken! Im besten Fall so sehr, dass Wehmut und Trauer ein come-back herbeizaubern!
  • Und zweitens: Du möchtest leichter loslassen! Und je schwerer anheftet, was du loslassen möchtest, desto mehr Mühe muss in die Lockerung der Fesseln fließen (was den Aufwand für deinen Brief umschreibt)!

Sieh diesen Brief als Projekt! Welches mit viel Liebe, Hingabe, Aufopferung und Einsatz gestämmt wird!


#Fehler 15: Mach es nicht noch peinlicher

Aber mit Hundewelpen Augen:

  • „Bitte gib uns noch eine Chance“!
  • „Och bitte, ich will dich so sehr zurück“!
  • „Noch eine Chance und ich mache alles wieder gut. Versprochen“!
Es tut mir leid!

Ok… zugegeben: Ein Hundewelpe würde damit durchkommen!

  • Ein erwachsener Mann oder eine erwachsene Frau wohl eher nicht!

Im Gegenteil: Du würdest wirken wie der Frosch, der nie geküsst wurde! Und den keiner küssen will!

Heißt: Vermeide „Hinterherrennen„! Zeige dich als Zeuge deiner Unabhängigkeit!

(Frei und glücklich!)


#Fehler 16: Mehr ist manchmal mehr

Schreiben besteht zu 20% aus Schreiben und zu 80% aus Korrektur!

Andernfalls würde es sich lesen, wie das gekraksel eines 5 Jährigen auf LSD!

Sowohl in Inhalt, Form als aus Ausdruck!

Heißt: Lies deinen Brief immer wieder gegen!

Optimal: Sobald ein neuer Abschnitt anfängt, liest du den Brief von Anfang und schreibst dann, was der Flow verlangt!

Das ganze widerholst du dann solange, bis der Brief fertig ist!

Die Folge: Es passt! Es liest sich Spitze! Man (an)erkennt deine Mühe! Es ist fehlerlos! Und es klingt gut!


Im folgenden bekommst du nun eine Schritt für Schritt Anleitung, die dich durch den gesamten Prozess des „Brief verfassens“ führt!

Lies also aufmerksam weiter…


Wie kannst du am besten einen guten Abschiedsbrief an den oder die Ex schreiben?

Da liegt dieses weiße Blatt Papier vor Dir. Und es will sich einfach nicht füllen. Egal, wie sehr Du Dich anstrengst. Der Kopf ist leer. Und das Blatt ebenso… Keine Frage: Du brauchst eine Anleitung! Und hier ist sie…


Schritt 1 schreibe alles auf , was dir einfällt

Es ist wichtig zuerst in einen…

  • Schreibfluss rein zu kommen! Und Dich nicht zu sehr zu verkrampfen.

Denn eines ist sicher: Je mehr Du Dich anstrengst, um genau die richtigen Worte zu finden (was auch immer „richtig“ bedeuten mag), umso weniger wirst Du zuwege bringen.

Daher: Schreibe einfach alles auf, was Dir gerade einfällt.

Dabei musst nicht alles verwenden!

  • Setzte dich mindestens eine Stunde hin und…
  • schreibe möglichst ohne abzusetzen durch! Versuche dabei, nicht groß nachzudenken. Es ist nicht wichtig, wie „wertvoll“ diese Gedanken sind.
  • Dass sie ein hohes philosophisches Gehalt haben oder dass Du dafür den Literaturnobelpreis bekommen könntest.
  • Darauf kommt es jetzt überhaupt nicht an! Nein: Schreibe wirklich das auf, was gedanklich in Deinem Kopf ist. Und zwar in einem Zug!

So kannst du dein Unterbewusstsein anzapfen!

Versuche dabei…

  • 100% ehrlich zu sein. DU schreibst das nur für Dich. (erst einmal). Du musst niemandem etwas beweisen. Du machst das vor allem für Dich. Und daher solltest Du auch offen und ehrlich sein.
  • und nicht zurückzuhalten aus Angst vor Verurteilungen. Es schaut Dir keiner über die Schulter. Es geht hier allein um Dich. Daher: Richte Deinen Blick bewusst nach innen, in Dich hinein!

Nicht alles was du schreibst…

  • musst du auch später nutzen! Daher kannst Du eigentlich ganz gelassen an die Sache heran gehen.

Schritt 2 Mache gegebenenfalls ein Konzept

Am besten schläft du jetzt erst mal eine Nacht drüber! Damit sich alles ein wenig sortieren kann.

Der Speicher ist nun sozusagen geleert. Und morgen kannst Du Dir anschauen, was da eigentlich so alles zutage gekommen ist…

Wenn du es nicht erwarten kannst…

  • dann beginne gleich mit dem Konzept!

Jetzt geht es darum…

  1. die bereits geschriebenen Sachen zu gliedern. Und sie in eine gewisse Ordnung hinein zu bringen.
  2. noch einige weitere Dinge mit rein zu bringen! Die Dir vielleicht noch eingefallen sind. Bei mir ist das meistens so. Daher lohnt es sich in jedem Fall, eine Nacht drüber zu schlafen! Und sich das Ganze am nächsten Tag noch einmal genau anzusehen.

Die Einleitung

Ein guter Einstieg ist es, deine jetzige Situation zu beschreiben! Wie ist sie gerade? Wo bist Du, wie geht es Dir jetzt? Nehme gerne alle Details auf!

So kannst du sagen „Ich sitze hier gerade, das Lampenlicht summt leise und draußen rauschen vereinzelt Autos“. Nehme die Umgebung wahr. Wo Du gerade bist, zu welchem Zeitpunkt. Und so weiter…

Allein das wird ihn/sie in deinen Brief/die Situation reinziehen! Weil es auch ein wenig poetisch ist.

Weil es anschaulich ist. Und er oder sie sich nun gut in diese Situation hinein versetzen kann. Du hast ihn oder sie sozusagen abgeholt!! und er oder sie ist nun mit an Bord.

Versuche nun zu beschreiben, was dir durch den Kopf geht! Etwa so:

„Meine Gedanken kreisen immer noch um dich“

Was es auch immer ist…

  • versuche dir beim Formulieren Zeit zu lassen und es einfach nieder zu schreiben“.
  • Auch hier gilt: Es gibt keine richtigen oder falschen Wörter. Das, was Du denkst, was
  • Du fühlst: Das ist wahr. Für Dich zumindest und darauf kommt es jetzt an. Grüble daher nicht zu lange, ob Du dieses oder jenes jetzt schreiben solltest. Schreibe es einfach auf! Und denke daran:

Desto ehrlicher und direkter, desto besser!

Hauptteil

In diesem Abschnitt kannst du versuchen…

  • die Dinge, die du gesagt haben willst unterzubringen. Und auch hier bitte so offen und ehrlich wie möglich. Nur so wirst Du das Herz des oder der Ex erreichen und berühren können!

Mache vorher eine Stichpunktliste, wo steht, was du im Brief gesagt haben willst! Denn eine solche Liste hilft sehr, glaube mir! Als wertvolle Orientierung, als Anhaltspunkt.

So könnte ein Teil davon z.B aussehen!

Liste:

  • „Ich habe dir nie verziehen, dass du fremd gingst. Dass Du mich betrogen hast. Denn das war für mich wie ein Verrat an unserer Beziehung.“
  • Ich liebe sie/ihn immer noch. Obwohl schon Wochen seit der Trennung vergangen sind. Aber ich kann ihn oder sie einfach nicht vergessen.
  • Ich möchte, dass es ein für alle mal vorbei ist. Ich will das alles endlich, endlich los lassen können. Ich will neu durchstarten. Und deswegen MUSS ich diesen Brief einfach schreiben.
  • „ich erkenne erst jetzt, dass ich Dir gegenüber sehr viele Fehler gemacht habe. Fehler, für die ich mich schäme. Ich muss immerzu daran denken. Und würde mich auf diese Weise gerne bei Dir entschuldigen.“
  • „Du hast mich sehr verletzt, als Du mich verlassen hast. Ich brauche noch immer ein wenig Zeit und Abstand, um darüber hinweg zu kommen. Doch kann ich Dir auch immer mehr verzeihen. Und das möchte ich Dir mit diesem Brief sagen.“
  • ….

Der Schlussteil

Du willst dich richtig verabschieden?

Also ist es auch sinnvoll…

  • das Ende des Briefes positiv zu halten! Und ihn nicht mit Vorwürfen und Co an seine oder ihre Adresse zu beenden. Oder einen zynischen Schluss anzubringen.

Mit einer z.B sarkastischen Haltung ist es schwer…

  • eine Sache zu beenden! Und damit wirklich abzuschließen. (ganz abgesehen davon, dass der oder die Ex so was ganz schnell in den falschen Hals bekommen kann).

Loslassen heißt auch vergeben…

  • also geht im Guten auseinander! Verzeiht dem Anderen die Fehler, die er oder sie damals gemacht hat. Jeder macht Fehler – Hauptsache, man ist sich dessen bewusst und macht es in Zukunft besser!

Zumindest solltest du im hinteren Teil des Briefes…

  • Vorwürfe/ Wut/ Verurteilungen weglassen! Sehr verständlich, nicht wahr? Denn je mehr Du an diesen Vorwürfen festhältst, umso mehr wirst Du auch an dieser Beziehung noch festhalten. Auf eine ungute Art und Weise.

Zu dem ist es gut, wenn du…

  • auch die positiven Dinge der Beziehung hervorhebst. Dich an die schönen und glücklichen Momente erinnerst. Denn die gab es ja auch…

Z.B.: „Durch dich habe ich gelernt, dass es wichtig ist mich selbst zu lieben“

Dabei möchte ich hier nicht zu konkrete Vorschriften machen! Und Dir exakte Sätze vorgeben, die Du einfach kopierst. Nein!

Denn den genauen Inhalt…

  • solltest du bestimmen. Und es sollte Dein Stil sein. Sonst wirkt der Brief wie aufgesetzt. Und somit nicht berührend. Nein: Es ist Dein Schreiben und Deines ganz allein!

Du kennst ihn/sie am besten! Und wirst so instinktiv jene Worte finden, die ihn oder sie berühren. Vertraue Dir da!!

Ein weiteres wichtiges Element ist…

  • Humor!

Dieser sollte nicht sarkastisch oder verletzend sein!

Versuche, einige der gemeinsamen „insider“ mit rein zu bringen! Erinnerungen und Erlebnisse, die Ihr zusammen hattet. Und die Dir noch heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Welche gibt es da bei Euch?

Vielleicht habt ihr mal eine lustige Geschichte erlebt! Etwa, als Ihr eigentlich ins Theater wolltet und dann bei Mc Donalds gelandet seid. Und so weiter. Na, habe ich Dich etwa bei einem Lächeln ertappt?


Schritt 2 Schreibe alle noch einmal säuberlich auf

Am Ende schreibst du alles noch einmal…

  • sauber auf!

Schreibe lieber mit der Hand…

  • das wirkt persönlicher! Und einzigartiger, gerade heutzutage, wo jeder nur noch per PC und Handy schreibt…

Falls dir beim Schreiben noch was einfällt, kannst du es ruhig unterbringen! Du hast ja alle Zeit der Welt. Und musst Dich daher nicht unter Druck setzen.

Die Länge des Briefes ist beim Abschied egal! Wichtig ist, dass Du alles aufschreibst, was Du ihm oder ihr mitgeben willst.

Die Situation rechtfertigt das gerade!

So lange es nicht mehr als 4 A4 Seiten werden! Denn ganz ehrlich: Ab einem gewissen Zeitpunkt wird die Aufmerksamkeit des oder der Ex abnehmen. Daher: nicht mehr als vier Seiten sollten ausreichen!!

Du weißt nun, was Du zu tun hast – und vor allem wie. Dann will ich Dich auch gar nicht länger aufhalten. Und Dir zum Schluss nur noch ein kleines Fazit mit auf den Weg geben:


Abschiedsbrief an Exfreund oder Exfreundin – mein Fazit!

Ein Abschiedsbrief ist wunderbar, um den oder die Ex endlich los zu lassen. Um auf diese Weise symbolisch mit der Beziehung abzuschließen.

Setze Dich daher einfach hin und schreibe drauflos. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Richtig ist all das, was Dir jetzt im Kopf herum geht. Und das darfst Du gerne aufs Papier bringen.

Schicke den Brief nicht sofort ab. Lasse Dir ein paar Tage damit Zeit. Vielleicht willst Du das Schreiben auch gar nicht senden. Sondern eher für Dich behalten, vielleicht mit einem symbolischen Akt verbrennen. Tue das, was sich gut und richtig für Dich anfühlt. Und dann schaue nach vorne….